Verbrennungs­anlagen

Verbrennungs­anlagen für halogen- oder schwefelhaltige Abfälle

Bei der Verbrennung von halogenierten Abfällen, üblicherweise Chlor und Fluor, bei Temperaturen von über 1100°C und ausreichend Sauerstoff im Rauchgas bilden sich HCl und Spuren von Cl2 bzw. HF. Entsprechend bilden sich während der Verbrennung von schwefelhaltigen Abfällen SO2 und geringe Mengen von SO3.

Diese Verunreinigungen werden üblicherweise in einem Wäscher durch Zugabe von wässriger Natronlauge oder einer Natriumkarbonatlösung entfernt. Vor Eintritt in den aus GFK gefertigten Wäscher wird das Rauchgas in einer Tauch- oder Sprühquenche auf eine Temperatur von unter 100°C abgekühlt. Abhängig von der HCl-Konzentration im Rauchgas, dem resultierenden HCl Taupunkt und der Quenchtemperatur bilden sich in dieser Quenchstufe HCl Aerosole. In diesem Fall ist ein zusätzliches System zur Entfernung von Aerosolen erforderlich.

Die unerwünschte Bildung von Cl2 oder SO3 wird durch die Optimierung des Verbrennungsprozesses minimiert.

Bei dieser Art von Verbrennungsanlage erfolgt die Wärmerückgewinnung üblicherweise durch Dampferzeugung. Da die Verbrennungsgase jedoch in dem Dampfkessel langsam abgekühlt werden, können durch die so genannte De-Novo-Synthese Dioxine gebildet werden. Daher muss in derartigen Systemen ein De-Dioxin-Katalysator verwendet werden.

Bei einem höheren Halogengehalt im Abfall kann anstelle der vollständigen Neutralisation der sauren Bestandteile im Rauchgas eine zusätzliche HCl-Rückgewinnungsstufe eingesetzt werden. Informationen dazu finden Sie in dem Kapitel „Säureproduktion bei der Verbrennung“.


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